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Mein Experiment No-Poo

Vom Thema No-Poo (neudeutsch für kein Shampoo) habe ich eigentlich schon vor etwa 2 Jahren gehört. Damals, in etwa mit Beginn meiner Schwangerschaft mit Eliyah, fing es an, dass ich Probleme mit stark fettendem Haaransatz habe. Etwas verstärkt hat sich dieses noch, seit ich vor einem Jahr gestoppt habe, meine Haare blondieren zu lassen. Ich war also eigentlich auf der Suche nach einer Lösung dafür, sozusagen dem Shampoo, was ich noch nicht aufgetrieben hatte. Gefunden habe ich so letztlich eine Facebookgruppe zu diesem Thema, konnte mich damals aber nicht so recht dazu durchringen, dies zu testen, denn es klang alles irgendwie komisch und anstrengend, irgendwie zu sehr ‚öko‘ angehaucht für meine Verhältnisse und so wurde ich nicht warm mit dem Thema und vergaß es schließlich ehrlich gesagt auch wieder komplett.

Bis ich vor kurzem in Instagram in den Stories der lieben Mamabloggerin Marta davon hörte, dass sie das ultimative Mittel gegen schnell fettende Haare entdeckt habe. Wie es sich gehört, machte sie es gründlich spannend und lüftete ihr Geheimnis erst, als sie zu der ganzen Prozedur Videos gedreht und bearbeitet hatte. Dort sah ich nun also, dass sie eben jenes No-Poo getestet und für gut befunden hatte.

Da Marta meilenweit davon entfernt ist, irgendwie öko zu sein, ich also den Eindruck habe, mich mit ihr identifizieren zu können, dachte ich mir, dass ich dem Ganzen einen Versuch geben würde und das tat ich schließlich dann auch.

Leider mit mäßigem Erfolg. Die Haare waren am Folgetage immer noch fettig (ich hatte sie über Nacht trocknen lassen) und nach Rücksprache mit Marta war auch mein Natron von Dr. Oetker das falsche. Ich stiefelte also los in den benachbarten Alnatura-Laden und besorgte mir anderes Natron. Das von Marta empfohlene Kaiser-Natron fand ich dort nicht, aber ich probierte dann halt dieses.

Aber auch hier missglückte mein Versuch mit ähnlichem Ergebnis und so besorgte ich mir dann schließlich das richtige Natron in der Annahme, dass es damit ja dann klappen müsse.

Nun, falsch gedacht. Es endete in einer kleinen Katastrophe und meine Haare fühlten sich schlussendlich an, als seien sie mit Mehl überzogen, sodass mein Experiment an diesem Tage einen ersten Stopp einlegte.

Da ich aber nicht zu der Sorte Mensch gehöre, die gleich aufgibt, begab ich mich auf die Suche via Google und wurde recht schnell fündig, was wohl mein Problem gewesen sein muss. Natron trocknet das Haar sehr stark aus und da ich natürlich durch jahrelanges Blondieren noch immer recht trockene Längen habe, reagierten meine Haare nicht sehr begeistert darauf, an drei aufeinander folgenden Tagen mit Natronlauge gewaschen zu werden. Außerdem enthält Natron natürlich keinerlei Tenside (waschaktive Substanzen), sodass mein Trockenshampoo, welches ich an Tag zwei morgens nutzen musste um zur Schule gehen zu können, vermutlich absolut nicht aus den Haaren herausgewaschen werden konnte und einfach drin geblieben ist und mir so diesen Mehleffekt verpasst hatte.

Ich wartete also fast eine Woche (von Freitag bis zum folgenden Donnerstag) und versuchte das Ganze dann mit etwas geändertem Ablauf ein weiteres Mal. Geändert habe ich, dass ich das Natron nicht wie Marta in einem Liter Wasser aufgelöst habe, sondern lediglich in etwa der Menge eines kleinen Glases Wasser. Dann habe ich mir die Haare gründlich gebürstet um Stylingrückstände zu lösen und es schließlich mit meiner normalen Waschtemperatur nur mit Wasser gut einmal ausgewaschen. Dann habe ich Stück für Stück die Natronlauge auf meinen  Kopf gegeben. Wichtig hierbei ist, diese immer wieder umzurühren, da sich das Natron nicht ganz auflöst. Während des Auftrages und danach habe ich gründlich die Kopfhaut und Haaransätze massiert und das Gemisch im Anschluss sehr gut ausgespült.

Anschließend habe ich einen Esslöffel Apfelessig in kaltem Wasser als sogenannte saure Rinse über meine Haare fließen lassen. Man muss hier wirklich keinerlei Angst vor zurückbleibendem Essiggeruch haben, dieser ist später absolut nicht mehr wahrnehmbar. Dies könnt ihr mir wirklich glauben, da ich Essiggeruch absolut nicht mag und mich sehr schwer damit tat, diesen in meine Haare zu kippen. Wer aber absolut keinen Essig nutzen mag, der darf hier auch stattdessen Zitronensäure nutzen, da auch diese die Lauge des Natrons neutralisiert. Wichtig ist allerdings, dass hier möglichst kaltes Wasser verwendet wird, um so die geöffnete Schuppenschicht der Haare wieder zu schließen, was wichtig ist für den Ganz der Haare. Wer Zitronensäure nutzen möchte, der sollte beachten, dass diese die Haare aufhellen könnte.

Nach diesem Versuch hatte ich nun endlich den gewünschten Erfolg und musste mir erst sonntags wieder die Haare waschen. Ich hätte auch noch warten können, sie waren definitiv nicht so fettig, wie sie es sonst wirklich nach einem einzigen Tage bereits sind.

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